USA- Roadtrip in 23 Days

New York-L.A.-Joshua Tree NP-Flagstaff-Grand Canyon-Las Vegas- Death Valley- Sequoia NP-Yosemite NP- Santa Cruz-San Francisco

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Einmal in die USA reisen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das war schon immer ein großer Traum von mir. Im letzten Jahr wurde dieser Traum endlich wahr. Im Vorfeld planten mein Freund und ich den 23-tägigenTrip relativ ausführlich. Da wir mit dem Rucksack unterwegs waren, sollte es ein richtiges Abenteuer werden.  Wir haben jegliche Hotels und auch die Flüge alle unabhängig voneinander gebucht. Geflogen sind wir mit Airberlin (Direktflug) und waren damit auch sehr zufrieden. Ihr werdet es nicht glauben, ich habe es tatsächlich geschafft meinen Rucksack mit nur 12 kg zu bepacken und das als Frau.  Bei einer USA Reise ist es wichtig, dass Ihr im Vorfeld den Esta-Antrag im Internet ausfüllt, denn ohne den dürft Ihr nicht einreisen.

Die Passkontrolle war streng, aber sehr einfach. Die Kontrolleure stellten zwei Fragen und nach 10 Minuten waren wir  mit der Prozedur durch. Vom Flughafen fuhren wir mit einem vorher gebuchten Bus ca. 1 Std. in die Stadt. Im Nachhinein würde ich dies nicht empfehlen, da das Bahnsystem so gut ausgebaut ist und man damit günstiger in die Stadt kommt.

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Unser Hostel lag direkt an der 5th Avenue. Das Urban Oasis ist eine saubere und sehr kleine Unterkunft unmittelbar in der Nähe des Empire State Buildings. Dummerweise haben wir ein Hostelzimmer ohne Fenster gebucht. Wir wollten etwas Geld sparen, was in dem Fall wenig sinnvoll war. Das Zimmer war stickig und frische Luft gab es definitiv nicht. Es gab zwar einen Luftabzug, aber dieser war so laut, das er eher störte. Die Hostelmutti war super nett und hat uns wertvolle Tipps gegeben.

Unser erste Weg führte in den Madison Square Park und danach in den Washington Square Park. Dort kann man sich länger aufhalten, denn Künstler halten einen auf Trab. Aus der einen Ecke schallt einem wundervolle Livemusik entgegen und in der anderen Ecke sieht man Basketballspieler und Boxer, die im Park ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen.

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Am nächsten Tag ging es ins Penelope in der Nähe der 5th Avenue frühstücken. So ein leckeres Frühstück haben wir den ganzen Urlaub nicht mehr essen können.  Pancakes mit Früchten und ein Omlette landeten auf unserem Tisch. Das Essen war wundervoll. Besonders der frisch gepresster Orangensaft war ein absoluter Gaumenschmaus.

Im Anschluss fuhren wir vom Busbahnhof mit dem Bus 308 (30 Dollar hin und zurück) ins  Jerseys Garden Outlet Center.  Im Vorfeld habe ich extra eine leere Handtasche mitgenommen in der Hoffnung, dass der Traum jeder Frau dort wahr wird. Shoppen bis zum Umfallen.  Doch da wurde ich leider bitter enttäuscht. Die Läden (Lee, Levis, Hollister etc.) waren zwar schön aufgebaut, allerdings gab es dort keine schönen Klamotten.  Die Sachen, die schön waren, waren vom Preis her nicht wirklich attraktiv. Shoppingparadies New York? Ich glaube  mit diesem Gerücht muss langsam mal aufgeräumt werden. Kurzum entschieden wir wieder in die Stadt zurück zu fahren.

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Da wir im Vorfeld den New York Pass bestellt haben, konnten wir diesen auch für die Hop on-Hop off Busse nutzen, doch dies wollten wir erst am nächsten Tag machen. Wir entschieden an diesem Tag zu Fuß los zu ziehen.  Als Erstes besuchten wir Soho das Studentenviertel. Dort gefiel es mir recht gut. Nette Läden und nettes Publikum. Weiter ging es dann zu Fuß durch China Town und Little Italy. Essen waren wir dann bei „Pret a manger„, einem Laden in dem es u.a. Falafelsandwiches und Suppen gibt. Ist auf jeden Fall eine nette Abwechslung zum sonst eher fettigen Essen der Amerikaner. Auf dem Nachhauseweg kreuzten wir noch einen Feuerwehreinsatz. Eigentlich wollten wir mit dem Taxi zurück zum Hostel fahren, doch die Fahrt war auf Grund des Einsatzes ganz schnell vorbei. Man kam sich vor wie in einem Hollywoodstreifen.

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Am nächsten Tag aktivierten wir den New York Pass. Vor Ort wollte man uns dann ein Upgrade für 25 Dollar andrehen. Wir haben dies aber abgelehnt, da es absolut sinnfrei ist.

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Zunächst starteten wir im Central Park. Dort liehen wir uns Fahrräder und fuhren ca. 2 Stunden die grüne Lunge entlang.  Wir beobachteten Baseballspiele, Menschen die Sport trieben und relaxten auf einer Parkbank. Ein romantischer Park, der zum Verweilen einlädt.

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Weiter ging es zum  Empire State Building. Der Besuch war ebenfalls im NYP inkludiert. Der Ausblick war wunderbar. So hoch oben konnte man sich erstmal einen Überblick über die Stadt verschaffen. Da wir außerhalb der Ferien dort waren, mussten wir nicht lange anstehen. Solltet Ihr das ESB besuchen wollen und sehen, dass ihr lange warten müsstet, würde ich Euch empfehlen das Rockefeller Center vorzuziehen. Der Ausblick von dort ist noch atemberaubender. Man muss wissen, dass es strenge Kontrollen gibt, um überhaupt aufs Empire State Building zu kommen. Wir mussten unsere Go-Pro Stange abschrauben und dort lassen. Diese war nicht zulässig. Was ich Euch gar nicht empfehlen kann ist der Skyride, der auf dem Weg nach oben angeboten wird. 29Dollar kostet der viel zu überteuerte und unspektakuläre „Spaß“.

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Als Nächstes fuhren wir mit dem Bus zum Times Square. Unser Weg führte direkt zu Madame Tussauds. Auf Grund der geringen Wartezeit, schlenderten wir durch das Wachsfigurenkabinett und staunten nicht schlecht, wie echt die Figuren teilweise aussahen.

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Weiter ging es mit dem Bus auf eine zweistündige „Brooklyn Tour“. Wir fuhren über die Brooklyn Bridge und konnten die komplette Skyline von New York anschauen.

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Am nächsten Tag starteten wir mit dem Beastboat. Eine Fahrt, die wir so schnell nicht vergessen werden. Wir sahen uns die Freiheitsstatue an und flitzten mit dem Boot und lauter Musik an der Skyline von Manhattan entlang. Der Animateur auf dem Boot machte richtig Stimmung und knipste ordentlich Fotos von den Touristen.

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Weiter ging es mit dem Taxi zum 9/11 Tribute Center und der Twin Tower Gedenkstätte. Vor Ort waren einige Polizisten mit scharfen Hunden auf Patrouille unterwegs. Was mich gewundert hat ist, dass diese sehr offen auf die Touristen zugegangen sind und auch Kinder die Hunde streicheln durften. In Anbetracht der Geschehnisse vor Ort war die Stimmung dort aber eher bedrückend.

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Weiter ging es zur Wallstreet. Dort war ziemlich wenig los, und wir entschieden schnell wieder mit der U-Bahn zum Time Square zu fahren.

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Von dort aus machten wir noch eine Harlem und Uptown Tour. Diese waren sehr interessant, da man auch mal andere Stadtteile kennen lernte. Wir stiegen am „American Museum of national history“ aus und besichtigten dieses. Sehr Interessant, wenn man auf Museen steht. Wir als Kulturbanausen fanden es  interessant, aber länger als 60 Minuten konnten wir uns dort nicht aufhalten. Der große Wal, den man dort allerdings ansehen kann ist atemberaubend. Wir sind dann wieder in den Bus gestiegen und haben uns noch Harlem angeschaut.

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Am späten Abend haben wir uns dann im Rockefeller Center Tickets besorgt, um genau zum Sonnenuntergang hoch gehen zu können. Während wir 2. Std warten mussten, gingen wir zu Five Guys dem wahrscheinlich besten Burger Laden in der Stadt.

Der nächste Tag stand ganz im Namen des Spaßes. Das dachten wir zumindest. Wir buchten schon von Deutschland aus Tickets für den Six Flags Park in der Nähe von New York. Leider regnete es in Strömen. Wir entschieden dann trotzdem dort hin zu fahren. Mit dem Bus fuhren wir für 30 Dollar pro Person (hin & zurück) zum Park. Da dort kein Mensch war und wir im Vorfeld ebenfalls einen teuren „Fast Pass“ gebucht haben, gingen wir zur Information. Nach ein paar Diskussionen bekamen wir dafür dann das Geld zurück. Leider waren an diesem Tag sehr viele Attraktionen geschlossen. Vor allem auch die „Kingda ka“. Die Attraktionen waren dennoch schön und wir hatten eine Menge Spaß.

Am nächsten Tag ging es wieder zum Flughafen zurück. Dieses mal mit der Bahn. Von der „Penn Station“ aus  fährt man 40 Minuten zur „Sutphin Boulevard“ Haltestelle und fährt von dort mit dem Airtrain bis in den Flughafen. Diese Fahrt war angenehmer als die Fahrt mit dem Bus.

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Unser Flieger ging dann von New York nach L.A. Vor Ort besorgten wir uns den schon von Deutschland aus organisierten Mietwagen über Alamo. Ein kleiner Toyota Yaris, der uns eine menge Spaß bereitet hat.

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Wir haben im Vorfeld über Airbnb ein Apartement gebucht, das direkt am „Walk of Fame“ lag. Wir fühlten uns dort sehr wohl und die Ausgangsposition war für Ausflüge perfekt.  Als Erstes besichtigten wir natürlich den Walk of Fame. So viel Glamour, wie man vermutet, findet man dort aber keines falls.

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Im Gegenteil. Viele dreckige Ecken und viele arme und obdachlose Menschen. Vom Glamour Hollywoods war hier nicht viel zu spüren.

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Am nächsten Tag machten wir mit „Hollywoodland Tours “ eine Tour durch die Hollywood Hills, nachdem wir bei Starbucks gefrühstückt haben. Diese Tour wird uns ewig  im Gedächtnis bleiben. Wir fuhren an den Häusern diverser Stars (Britney Spears, Leonardo di Caprio, Channing Tatum etc.) vorbei und trafen niemand Geringeren als Keanue Reeves vor seinem wunderschönen modernen Haus.  Einen Hollywood Star so nah zu erleben war in dem Moment ziemlich unwirklich, aber eben auch ein echtes Erlebnis.

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Am späten Nachmittag ging es weiter nach Santa Monica Beach. Wer in L.A. ist, sollte den Strand mit dem Pier 31 nicht auslassen. Eine wunderschöne Gegend.

Da uns so langsam die Klamotten ausgingen, suchten wir einen Waschservice. Für 18 Dollar konnten wir dann unsere kompletten Anziehsachen waschen lassen. Ein bisschen Angst hatten wir schon, aber die Anziehsachen waren bis auf ein Loch in einem T-Shirt tadellos.

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Von L.A. starteten wir dann unseren Trip in Richtung Joshua Tree Nationalpark. Wir passierten den Skull Rock Trail. Wenn man mehrere Nationalparks besuchen möchte, dann lohnt es sich für 80 Dollar einen Pass zu kaufen . Auf dem Weg durch den Park fuhren wir dann auf die 62 bis Parker und weiter nach „Lake Havasu City„.

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Man kann den Colorado River auf dem Weg dort hin anschauen. Wir hatten an dem Tag 40 Grad und selbst die Klimaanlage kam nicht mehr hinterher. In Havasu mussten wir uns dann noch ein Hotel suchen. Wir hatten Glück und bekamen noch ein Zimmer. Nach einem grausamen Frühstück mit Plastiktellern und Plastikbesteck nahmen wir ein kleines Bad im Lake Havasu. Das Wasser war angenehm kühl und total erfrischend.

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Weiter ging es dann Richtung Flagstaff. Wir kreuzten die Route 66 und hielten unterwegs noch am Erlebnispark Bearizona an, um uns Bären, Wölfe etc. anzuschauen.

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Der Park war sehr interessant. Hätten wir zu dem Zeitpunkt gewusst, dass wir die tollen Tiere auf Reise auch in ihrer gewohnten Umgebung antreffen, hätten wir uns den Park aber vermutlich gespart.

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In Flagstaff angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Dies gestaltete sich gar nicht so einfach. Wir wurden dann aber doch fündig. Das Grand Canyon Hostel hatte für 60 Dollar die Nacht noch ein Zimmer übrig. Empfehlen kann ich das Hostel leider nicht. Die Bettwäsche war dreckig und das Frühstück nicht der Rede wert.  Flagstaff war allerdings der schönste Ort, den wir spontan besucht haben. Ein kleines schnuckeliges Örtchen mit wunderschönen Ausgehmöglichkeiten. Wir besuchten Abends die „Beaver Street Brewery„. Wir fühlten uns direkt wohl. Ganz anders als in den fortschrittlichen Städten, die wir bislang besucht hatten, gab es hier noch Cowboystiefel tragende Menschen, die gemeinsam Squaredance tanzten. Hier wurden die Frauen sogar noch ganz altmodisch von den Männern zum Tanz aufgefordert. Ein Traum. Das selbstgebraute Bier war sehr lecker, genauso der „Red Dragon“.

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Am nächsten Tag sind wir weiter nach Tusayan gefahren. Der Ort der unmittelbar vor dem Grand Canyon liegt. Wir wollten gerne vor 14 Uhr einchecken, aber das Hotel verweigerte dies. Also fuhren wir erstmal zum Grand Canyon und wanderten 10 km am Rim entlang.

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Am nächsten Morgen fuhren wir wieder zum Grand Canyon. Das Auto kann man ganz bequem auf einem der ausgeschilderten Parkplätze parken. Busse bringen einen zu dem Standort, von wo man eine Wanderung starten möchte. Wir entschieden uns für den Bright Angel Trim Rail. Es waren knapp 30 Grad und die Hitze wurde, je weiter man in den Canyon abstieg, immer unerträglicher. Die Ranger warnten uns nicht allzu weit  nach unten zu wandern. Insgesamt haben wir dann 3 Std. gebraucht, um 9,8 km runter und auch wieder hoch zu wandern. Zwischendurch gab es immer wieder Wasserstellen, wo man seine Plastikflasche wieder auffüllen konnte.

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Wir warteten noch bis die Sonne unterging. Ein paar verrückte Engländer störten die romantische Stimmung in dem sie einfach ihre Hosen runter liessen und ihre Hinterteile fotografierten, aber das tat dem Ausblick auch keinen Abriss.

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Am nächsten Tag starteten wir unseren Weg vom Grand Canyon nach Las Vegas. Wir brauchten ein wenig um uns zurecht zu finden, aber dann erblickten wir unseren Schlaftempel das „Palazzo„.

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Unser Zimmer war der absolute Traum. Eine Suite, wie man sie sonst nur aus dem Film „Kevin allein in New York“ kennt. Der Ausblick aus dem Fenster war der absolute Hammer. Ich habe in unserem ganzen Urlaub nie so gut geschlafen wie in diesem Hotel. Ein Traum.  Las Vegas an sich ist allerdings nicht so mein Ding gewesen. Zu laut, zu heiß und auch so nicht wirklich sehenswert. Leider haben wir es verpasst eine Show zu besuchen. Aber ganz ohne Action wollten wir Las Vegas auch nicht verlassen.  Mein  Freund hat noch einen kleinen Sprung vom über 260 Meter hohen „Stratosphere  Tower“ gewagt. Der höchste Freefalltower der Welt. Sehr beruhigend war vor allem, dass man im Vorfeld  unterschreiben musste, dass man von jeglichen Ansprüchen, im Fall eines möglichen Todes, Abstand nimmt. Wir haben uns alle wichtigen Hotels angeschaut und auch ganze 7 Dollar verspielt. Eins ist sicher. Ich werde niemals spielsüchtig. Es ist aber schon beeindruckend, wie viel Geld manche Menschen dort einsetzen und auch verlieren. Wir haben uns das Bellagio angeschaut und dessen Wasserspiele, sind den ganzen Strip hoch und runter gelaufen und haben uns einfach treiben lassen. Ein „must see“ gibt es meiner Meinung nach nicht.

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Am nächsten Tag haben wir uns dann auf den Weg nach Death Valley gemacht. Wir kamen zunächst am Zabriskie Point vorbei. Ein Aussichtspunkt, der einen wundervollen Ausblick gewährt. Allerdings war es so heiß, dass man es kaum ausgehalten hat. Ohne Wasser, sollte man dort nicht aussteigen.

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Weiter ging es zum Badwater Basin. Kein Wunder, dass hier keine Wohnmobile hin fahren dürfen, denn die Hitze ist unerträglich. Wir sind kurz ausgestiegen und haben uns die wundervolle „Mondlandschaft“ angeschaut. Sehr beeindruckend, aber es ist  keinesfalls empfehlenswert, dort in der Mittagszeit hin zu fahren.

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Von Badwater ging es dann über Baker nach Kernville. Diesen Ort kann ich überhaupt nicht empfehlen. Es war wie eine Geisterstadt. Die River View Lodge war ebenfalls gruselig. Kein Ort, über den man viele Worte verlieren muss.

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Am nächsten Tag fuhren wir von Kernville weiter in den Sequoia Nationalpark (185 km). Dieser Park hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Wir wären gerne noch viel länger dort geblieben. Zunächst suchten wir ein Hotel. Gar nicht so einfach, denn die Preise sind richtig gepfeffert in der Region. Wir haben dann aber noch eine Lodge gefunden, die noch genau ein Zimmer frei hatte. Die Sierra Lodge  entwickelte sich zu meinem absoluten Albtraum“hotel“. So ein dreckiges Zimmer habe ich lange nicht gesehen. Überall waren Spinnweben und auch das Bett war nicht wirklich sauber. Für 109 Dollar eine absolute Frechheit. Da wir aber keine Alternativunterkunft gefunden haben, mussten wir da durch.

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Am nächsten Tag starteten wir auf dem Big Trees Trail und sahen dort unseren ersten Bären. Es war so faszinierend einen Bären in seiner gewohnten Umgebung zu sehen. Zwei kleine Babybären waren auch dabei. Ein bisschen beängstigend war es aber auch, denn wir waren quasi alleine mit ihnen und wenn sie gewollt hätten, dann hätten sie uns angreifen können. Zum Glück blieb ein solcher Angriff aus. Weiter ging es zum Tunnel Log. Ein riesiger Baumstamm durch den man mit dem Auto fahren kann. Die Bäume waren echt beeindruckend.

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Die Flora und Fauna in diesem Nationalpark waren grandios. Ein Highlight war noch die Cristal Cave. Eine Tropfsteinhöhle mit vielen Fledermäusen.

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Eine weitere Wanderung machten wir auf dem Tokopa Valley Trail bis hin zum River Tokopa. Ein Wasserfall an dem Murmeltiere ihr Zuhause haben. Ein wundervoller Ort zum Verweilen. Auf dem Rückweg haben wir wieder Bären gesehen. Im angrenzenden Lodgepol Visitorscenter bekamen wir alle Informationen, die wir brauchten.

Am späten Abend ging es weiter nach Fresno. Dort checkten wir im „Piccadilly in Express“ ein. Ein Hotel dass sehr unscheinbar und nur für die Durchfahrt geeignet ist.

Am nächsten Tag ging es weiter zum Yosemite Nationalpark (148km). Wir kamen dort Mittags an und haben im Vorfeld schon eine Unterkunft im Curry Village gebucht. Dieser Park hat uns sehr geschockt. Wir brauchten ca. 1 Std., bis wir überhaupt rein kamen. Eine Straße (ähnlich einer Autobahn) führte direkt in den Park. Leider war dort mehr los als zur rush hour in New York. Im Park selber dauerte es  nochmals 20 Minuten, bis wir einen Parkplatz fanden. Den Lower Yosemite Fall schauten wir uns noch an, aber die Menschenmaßen in diesem Park haben uns so missfallen, dass wir kurzerhand unser Zelt stornierten und uns wieder ins  Auto setzten.

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Spontan ging die Fahrt weiter nach Santa Cruise. In der Lanai Lodge  fanden wir eine günstige und gute Unterkunft. Allerdings hatte ich am nächsten Morgen eine Begegnung der 7. Art. Geweckt wurden wir um 07.00 Uhr von lauter „Ghettorapmusik“. Ich stand quer hochkant im Bett und dachte ich hätte nur schlecht geträumt. Fehlanzeige. Ich öffnete die Balkontür und die Bässe eines Ghettoblasters knallten mir in die Ohren. Unsere netten Zimmernachbarn feierten schon am frühen Morgen eine Hip Hop Party. Das dachte ich zumindest. Beim rüberbeugen auf den Nachbarbalkon wurde mir kurzzeitig schlecht. Eine sehr korpulente Dame saß auf einem noch korpulenteren Mann und beide wiegten sich zu den Bässen. Bah. Ich hustete laut und promt unterbrachen die beiden ihr Liebesspiel. Ich zog mich zurück in die Ecke unseres Balkones. Plötzlich stand ein kleines Kind auf deren Balkon, das wahrscheinlich das Spiel ihrer Eltern mit angeschaut haben muss. Ich bat das Kind den beschissenen Ghettoblaster aus zu machen. Das Kind reagierte sofort. Ich ging zurück in unser Zimmer und mir war schlecht. An Schlafen war nun nicht mehr zu denken.

Am Abend machten wir noch einen Rundgang über den Pier. Wir beobachteten die Seelöwen und die Möwen, die lauthals auf sich aufmerksam machten. Ein bisschen Meer konnte auch nicht schaden. Leider war es sehr frisch dort und ohne Jacke konnte man nicht raus gehen.

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Am nächsten Tag ging es nach Mosslanding. Dort machten wir einen Strandspaziergang. Da die Wellen so hoch waren und auch sonst dort nicht viel los war, konnten wir keinen Abstecher zu den Robbenbänken machen.  Den Tag über relaxten wir dann am Strand von Santa Cruz und schauten den Menschen beim Grillen zu.

Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Milpitas ins Outletcenter. Dort war die Klamottenauswahl auch nicht viel besser als in New York. Alles in allem war die USA kein Shoppingparadies. Weiter ging es dann nach San Francisco.

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Eine Unterkunft in San Francisco haben wir bereits in Deutschland über Airbnb gebucht. Diese war wunderbar. Wir wurden von unserem Gastgeber Johannes, der in einem ganz bunten Haus lebt, sehr herzlich empfangen und fühlten uns dort gleich sehr wohl. Er gab uns wertvolle Tipps, sodass wir in San Francisco mehr sahen als nur die Golden Gate Bridge und die üblichen Touristenecken.

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Wir starteten unsere Tour in der Haightstreet. Die Straße, die viele coole Läden und Restaurants beherbergt, ist der absolute Knaller.

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Danach ging es weiter zu den Painted Ladys. Die Häuserreihe ist ebenfalls sehr beeindruckend und darf bei einem San Francisco Besuch keinesfalls ausgelassen werden.

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Abends hatten wir etwas Heimweh und dachten uns ein gutes deutsches Essen kann ja nicht schaden. Wir besuchten das deutsche Restaurant „Suppenküche„. Der Laden quoll über und vor allem Einheimische waren dort am dinieren. Diese fanden das Essen auch besonders gut, wir waren von der deutschen Küche dann leider doch nicht überzeugt. Die Geschäftsidee ist aber wunderbar, denn der Laden scheint eine Goldgrube zu sein. Bei einem Gespräch mit Einheimischen fanden wir heraus, dass das Essen wunderbar bei den Amis ankommt. Gut, die haben wahrscheinlich noch nie ein richtiges deutsches deftiges Essen a la Oma gegessen. Im Anschluss gingen wir noch zum Pier 39 und dort haben wir ein paar leckere Donuts gegessen.

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Am nächsten Tag ging das Abenteuer dann los. Unseren Besuch in Alcatraz haben wir schon von Deutschland aus gebucht. Das würde ich auch jedem empfehlen, der die kleine Insel ansteuern möchte. Das Erlebnis dort war wundervoll. Mit Kopfhörern geht man eigenständig durch den Knast und bekommt die komplette Geschichte erzählt. Man kann sich dank des guten Sprechers richtig in die damalige Zeit versetzen und ein Stück Geschichte miterleben. Ein ganz besonders tolles Erlebnis war die Begegnung mit dem Ex Häftling  „1259“ der dort sein eigens geschriebenes Buch signierte und Fragen beantwortete. Ein komisches Gefühl einem solch „schweren Kerl“ gegenüber zu stehen. Da er schon so alt war, tat er mir vor allem aber leid. Wie viele Jahre er in diesem Knast gelassen hat. Ich kann mir etwas Schöneres fürs Leben vorstellen.

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Auf dem Rückweg stellte ich fest, dass meine Kreditkarte nicht mehr in meinem Portemonai war. Drei Panikattacken später standen wir in der Citybank in der ich morgens Geld gezogen habe. Der nette Bankkauffmann kam direkt auf mich zu. Jemand hat netterweise meine Karte abgegeben. Für San Francisco wohl eher selten. Dort gibt es viele Sozialfälle, Drogenabhängige und Obdachlose.

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Die Lombard Street hat uns besonders gut gefallen. Die Straße ist wahnsinnig lang und dort mit dem Auto runter zu fahren macht so richtig Spaß. Lasst Euch das nicht entgehen.

Einen absoluten Geheimtipp habe ich nun noch für Euch. Ein Restaurant in San Francisco, das man von außen nicht als ein solches erkennt. Dort habe ich die leckerste Pasta und die leckerste Pizza in meinem ganzen Leben gegessen.  Solltet Ihr in der Nähe sein, dann macht unbedingt einen Abstecher dorthin.

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Am nächsten Tag ging es von San Francisco wieder nach New York und dann wieder nach Düsseldorf. Ein spannender Urlaub mit viel Input.  Mein Fazit: Macht auf jeden Fall mal eine solche Reise. Ich selber bin der Meinung, dass man all die Städte und National Parks mal gesehen haben muss, aber ob ich noch mal so viel Geld für einen Urlaub ausgeben würde ist fraglich. Zudem gibt es einfach zu viel  auf der Welt zu entdecken.

 

 

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