Ägypten – Sharm el Sheikh – Taucherparadies mit „AI“ Flair

 

Da ich dieses Jahr den Tauchschein gemacht habe, war mir klar, dass kein Weg daran vorbei führt, dieses Jahr nochmal tauchen zu gehen. Doch wo hin, wenn der Urlaubsgeldbeutel schon ziemlich geleert ist? Ägypten sollte es werden, schließlich ist dieses Land besonders unter Tauchern beliebt und hat einiges zu bieten. Damit ich die Ausgaben neben dem Urlaub und dem Tauchen relativ gering halten konnte, entschied ich mich für ein Hotel, dass uns von anderen Tauchern auf Grund des tollen Hausriffes empfohlen wurde. All inclusive…Da klingelten eigentlich bei mir schon die Alarmglocken, aber einen Versuch war es wert.

An einem regnerischen Tag im September hieß es dann für uns packen und ab zum Bahnhof. Der Flug ging dieses Mal leider von Düsseldorf, sodass wir erstmal eine Stunde Bahn fahren mussten. Dass dies die schrecklichste Bahnfahrt in meiner „Wenigbahnfahrerkarriere“ werden würde, hätte ich mir auch vorher nicht erträumt. Voll bepackt mit Koffer und Rucksack, stiegen wir in die RE 1 in Richtung Paderborn. Der Zug war voll und wenn ich voll schreibe, dann meine ich auch wirklich voll. Wir machten uns auf den Weg durch den Zug auf der Suche nach einem Sitzplatz. Madame hat schließlich keine Lust, eine Stunde zwischen müffelnden Menschen eingeengt zu sein. Da hätte mir selbst mein Sagrotanvorrat nicht mehr geholfen. Nach langem Suchen, fanden wir endlich zwei Plätze. Gegenüber von mir saß ein Vater mit seinem plärrenden Sohn. Er versuchte Luca, so hieß der kleine Schreihals, erst auf Deutsch und dann auf Französisch zu beruhigen. Ich beobachtete das Spielchen und mein Freund verabschiedete sich in Richtung „Villeroy und Boch“, um seine Hände zu waschen. Wir hielten am nächsten Bahnhof und dort quetschten sich noch mehr Menschen in den ohnehin schon überfüllten Zug. Zwei leicht müffelnde Frauen mit jeweils einem Wollknäuel unter dem Arm steuerten auf mich zu. Oh nein, dachte ich. Ich musste schließlich unsere beiden Sitzplätze verteidigen. Die Ältere der beiden, deren Geruch mich schon erreichte, bevor sie sich mit ihren zerschlissenen Schuhen vor mir aufbaute, zeigte auf den Platz neben mir. Sorry, sagte ich, hier ist schon besetzt. Ihr T-Shirt mit der Aufschrift „Zicke“ sprang mir zusammen mit ihren riesigen Brüsten direkt ins Gesicht. Im Kopf wünschte ich mir, dass mein Freund etwas schneller macht, aber er musste sich ebenfalls durch die ganzen Menschenmengen quetschen. Sie schob meine Jacke weg und sagte: “ Ich kann nicht lange stehen“. Zack ließ sie sich auf den Platz neben mir fallen. Die zweite jüngere Dame deren Schminke unterhalb der Augen gefährlich verschmiert daher kam, schaute ihre Mutter an und setzte sich dann mit ihrem Hund „Cindy“ auf die Treppe. Sie hustete, natürlich ohne sich die Hand vor den Mund zu halten und pfiff dabei wie aus dem letzten Loch. Doch das wollte ihre Mutter so nicht akzeptieren. „Chantalle, komm her, Du kannst Dich neben mich setzen, die Dame macht sicherlich Platz“. Das mache ich sicherlich nicht und das sagte ich ihr auch klipp und klar. Wir sind hier ja nicht bei „Wünsch Dir was“. Chantalle winkte ab. “ Nä isch bleib auf die Treppe“, sagte sie. Ihre Hose war bereits von Wollbüscheln bedeckt, die ihr Hund (er sah aus wie ein vor den LKW gelaufener Frosch) verloren hat. In mir stiegen leichte Aggressionen auf, zum Glück kam mein Freund dann wieder, der nicht schlecht staunte, dass ich seinen Platz nicht verteidigen konnte.

Nach der Fahrt war mir klar, jetzt brauche ich Urlaub und eine Dusche. Wir machten uns auf den Weg zum Check-In. Wichtig ist, dass man entweder einen gültigen Reisepass hat, oder aber einen Personalausweis der noch 6 Monate gültig ist plus ein Passfoto. Vor uns checkte gerade ein nicht ganz so glücklich aussehendes Pärchen ein.

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Die beiden, Typ Oberlehrer und Studienrätin, schienen nicht ganz einer Meinung zu sein, denn die sie diskutierten laut über ein Thema, dass ich leider nicht raushören konnte. So kann der Urlaub doch anfangen. Ich musste grinsen. Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Gate. Der Flug sollte 4:40 Std. gehen und ich freute mich auf mein Hörbuch. Im Flieger angekommen, kam dann die Durchsage, die mich dazu bewog die Funktionalität meiner Ohren zu überprüfen. Ich drehte mich zu meinem Freund um und fragte ihn, ob er das auch so verstanden hat, wie ich. Es dürfen keine elektronischen Geräte angemacht werden, auch nicht im Flugmodus. Ich rief die Stewardess zu mir und fragte nochmal nach. Sie wiederholte ihre Aussage und ich fragte nach, warum das so ist, das habe ich ja noch nie gehört. „Weil es so ist“, sagte sie. Ah toll! Wie entspannt. Es ist ja nicht so, als wären in dem Flieger irgendwelche anderen Unterhaltungsmedien gegeben. Ich überlegte, ob es mit der angespannten politischen Lage in Ägypten zu tun haben könnte, ob man uns mit angeschalteten Handys orten könnte. Ich starrte auf meine GPS Uhr und war mir sicher, dass da irgendwas im Busch ist. Um 1:00 Uhr Nachts kamen wir endlich in Sharm el Sheikh an.

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Als Erstes fiel mir der lustige Anbieter auf, dessen Netz ich zur Verfügung gestellt bekam. „Etisalat“. Mensch das ist doch mal kreativ. Ich stieg aus dem Flieger aus und wollte als Erstes die Toilette aufsuchen. Vor der Toilette saß ein Ägyptischer Herr, der die Hand aufhielt und sagte „good Toilette“. Ja, das glaub ich ja, aber leider habe ich noch kein ägyptisches Geld. Wer nach Sharm el Sheik reist, sollte sich im Vorfeld im Klaren darüber sein, welches Visum er benötigt. Da wir auch im Ras Mohamed National Park tauchen gehen wollten, entschieden wir uns für das Visum, was 25$ kostete. Wir konnten zum Glück auch in Euro bezahlen, aber Rückgeld gab es keins, schließlich habe man dort kein Wechselgeld. Ok dachte ich, ich hätte ja auch im Vorfeld dran denken können. Jetzt hieß es Koffer holen. Bei den sonstigen Reisedestinationen, war die Kofferausgabe immer ganz entspannt, hier schien jeder Angst zu haben, seinen Koffer nicht mehr zu bekommen.

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Ein Drängeln und Schieben, wie man es sonst nur von den Appleläden kennt, sobald ein neues Produkt verkauft wird. Ich musste lachen und setzte mich erstmal gemütlich auf eine Bank, schließlich mussten alle ins gleiche Hotel, wie sich später rausstellen sollte. Im Hotel angekommen, ging alles ganz schnell. Wir bekamen unseren Zimmerschlüssel und das Gepäck wurde auch direkt bis vor die Tür gebracht. Super, dachte ich. So ein Service. Im Zimmer angekommen, dauerte es nicht lange, bis wir die Flucht ergriffen. Wir hatten keine Türklinke und das Zimmer war dreckig und mit dezenten Schimmelflecken gespickt. Ich war sauer, schließlich war es schon 3 Uhr in der Nacht. Ich packte das versiffte Telefon an und wählte die Nummer der Rezeption. Sie schickten 30 Minuten später einen Techniker, der zuerst mal eine Türklinke einbaute. Dann machten wir uns auf den Weg zur Rezeption.

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Wir zeigten Fotos und wollten unverzüglich ein neues Hotelzimmer. Pustekuchen, das komplette Hotel war ausgebucht. Man vertröstete uns dann auf den nächsten Tag, denn da würde ein anderes „besseres“ Zimmer frei. Vollkommen k.o. schliefen wir ein.

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Der Ausblick am nächsten Tag entschädigte einiges und mit einem Lächeln auf den Lippen ging es ab zum Treffen mit dem Reiseleiter. Unsere Sachen hatten wir bereits gepackt. Nachdem er uns einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten gegeben hat, erzählten wir ihm von unserem Problem. Als ich ihm die Fotos zeigte, zückte er schnell sein Handy. Er versprach uns, das wir am Abend in ein anderes, besseres Zimmer ziehen zu können. Wir freuten uns und machten uns auf dem Weg zum Strand, schließlich wollten wir unsere neuen Taucherbrillen ausgibig testen.

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Auf Grund der Größe des Hotels, verteilten sich die Leute sehr gut und wir bekamen sogar noch eine Liege am Strand. Das tolle Hausriff war nur über einen Steg erreichbar. Einen Sandstrand in dem Sinne hatte unser Hotel nicht zu bieten, aber das war aber auch überhaupt nicht schlimm.

 

 

Die Sonne strahlte, es waren 41 Grad und das Meer war trotz seiner 26 Grad eine nette Abkühlung. Ich lag auf meiner Sonnenliege und döste weg. Endlich trat die ersehnte Entspannung ein. Mit Sonnenschutz 50 gewappnet, hatte ich auch keine Angst, nachher wie ein verbranntes Brathähnchen auszusehen. Es dauerte allerdings keine fünf Minuten, bis ich von meiner Liege aufschreckte. Russische Musik drang in voller Lautstärke in meine Ohren. Ah dachte ich, dann scheint der Großteil der Gäste russischer Herkunft zu sein. Die Animateure riefen zum Volleyball spielen auf, doch ich hatte überhaupt keine Lust auf körperliche Betätigung. Da wir dieses mal komplett ungeplant in den Urlaub gefahren sind, machten wir nun einen Plan für die nächsten Tage. Tauchen stand auf unserer Prioritätenliste ganz weit oben.

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Wir packten unsere Sachen und gingen zur Rezeption, denn dort sollte es WLAN geben. Ich loggte mich ins WLAN ein und öffnete die erste Seite einer Tauchschule. Fehlanzeige. Das Netz war dermaßen überlastet, dass ich entschied einfach dort anzurufen. Die erste Tauchschule war bereits ausgebucht, die zweite Tauchschule ebenfalls. Im Hotel rannte dann zufällig eine Dame von einer Tauchschule rum, bei der wir dann unsere ersten zwei Tage Tauchen buchten. „Um 07:20 Uhr holt Euch dann morgen der Bus ab“, sagte sie. Um 07:20 Uhr? Ich staunte nicht schlecht und fragte mich im gleichen Moment, warum ich im Urlaub eigentlich früher aufstehen sollte, als sonst. Wir willigten ein und machten uns auf den Weg, unser neues Zimmer zu beziehen. Dieses war dann zum Glück wenigstens sauber, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen. Ich atmete aus und freute mich endlich über den Urlaub.

Wordpress Ägypten-7 Das Abendessen stand an und wir machten uns fertig. Ich war ganz gespannt, was das Hotel zu bieten hat. Wir machten uns auf den Weg und vor dem Hotelrestaurant stand eine Schlange. Super, dachte ich, dann weiß ich ja auch, wie es gleich da drinnen abgeht. Wir kamen endlich rein und sicherten uns einen Platz draußen, denn im eigentlichen Restaurant kam schnell das Gefühl einer Kantine auf und dem wollten wir im Urlaub entgehen. Schnell erkannten wir, wie alles abläuft. Ich wunderte mich schon, dass wir so lange warten mussten, bis ein Kellner kam. Ich beobachtete die Leute. An jeglichen Tischen bekamen die Kellner einen Obolus zugesteckt und wurden danach bedient wie die Könige. Ein Tisch in der Mitte war besonders auffällig. Dieser war schön eingedeckt, mit einer Blume und gleich zwei Gläsern. Unser Tisch hingegen war lediglich mit einem Tuch „geschmückt“.

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Wer also nach Ägypten kommt, sollte sich vorher im Klaren darüber sein, dass er viel Kleingeld mitnimmt, besonders der Euro findet hier großen Anklang. Wir beschlossen beim nächsten Essen auch ein bisschen Kleingeld mitzunehmen. Das Essen war vielfältig und abwechslungsreich, zumindest auf den ersten Blick. Dennoch musste ich für mich wiedermal feststellen, dass All inclusive einfach nichts für mich ist. Die Menschen hauen sich die Teller voll, als würde es am nächsten Tag schon nichts mehr geben. Eine Dame ist mir besonders böse aufgestoßen.

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Zum Nachtisch wollte ich mir ein leckeres Küchlein holen. Ich stand am Buffet und eine blonde junge Dame stand neben mir. Sie leckte sich über die Finger und griff sich einen Keks. Sie bestaunte ihn, legte ihn zurück und nahm sich einen Anderen, der eher ihren Ansprüchen entsprach. Ich war fassungslos. Mein Freund versuchte ihr klar zu machen, dass dies überhaupt nicht geht und andere Menschen keine Lust haben ihre Spucke zu essen. Die Dame verstand allerdings kein Deutsch und war auch wenig interessiert an dem, was wir ihr zu sagen hatten. Sie drehte sich um und zog mit wackelndem Arsch ab. Das war der Moment in dem ich mir schwor keinen Nachtisch mehr in diesem Hotel zu essen.

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Am nächste Morgen ging der Wecker um 06.30 Uhr. Ich öffnete die Türe zum Balkon und sah – nichts. Der Himmel war nicht wie am Vortag blau, sondern diesig und gelblich. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Rezeption. Das Erste, was mir ins Auge fiel, war ein älteres Pärchen, das einem Angestellten Geld in die Hand drückte, damit dieser den beiden zwei Liegen am Pool reserviert. „Ok alles klar, nun haben wir schon alle Klischees bedient und das in so kurzer Zeit“, dachte ich. Wir warteten vor der Tür auf den Fahrer und erfuhren, dass ein heftiger Sandsturm Sharm el Sheikh erwischt hat. Es seien sogar Menschen gestorben, hieß es. Die Sicht war also miserabel, aber das sollte uns bei unseren Tauchgängen nicht stören. Nachdem wir unsere ersten Tauchgänge am Hausriff und an einem Local Tauchspot gemacht haben, sollte es am nächsten Tag nach Ras Mohammed gehen. Der National Park, der offiziell Ras Mohammed Marine Protected Area heißt, wurde 1983 gegründet. Ras heißt übersetzt Kopf und im Ganzen bedeutet der Name dann Kopf des Mohammed. Wer hier tauchen will, muss 5 Euro extra bezahlen.

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Der erste Tauchspot, den wir anpeilten, war Shark Reef, Yolanda Reef & Anemone City. Dieser Tauchspot war äußerst interessant. Überall lagen Toiletten und Waschbecken am Meeresgrund verteilt. Das Schiff ist 1980 gesunken. Es hatte Container, Badewannen, Toiletten, Tapeten und Whiskey geladen. Auch der BMW 320, der dem Kapitän gehörte, soll mit auf dem Frachter gewesen sein.

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Weiter ging es dann zum Dunraven Wreck. Das britische Frachtschiff sank am 22. April 1876 in der Nähe der Südspitze der Sinai-Halbinsel. Das Schiff geriet damals in Brand.

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Ich muss zugeben, dass ich ziemlich aufgeregt war, denn das Schiff lag umgedreht auf dem Boden und das kleine Loch, durch das man ins Innere kam, war nicht sehr einladend. Doch was einen erwartet, wenn man durch getaucht ist, ist einfach faszinierend und ich muss sagen, dass dies auch der einer der interessantesten Tauchspots in diesem Urlaub war. Am Abend entschlossen wir, etwas zu unternehmen. Wir hatten mehrere Möglichkeiten und entschieden uns für den Sharm Old Market. Auf diesem Markt würden auch Einheimische einkaufen, sagte man uns und das war uns sehr sympathisch. Dennoch warnte man uns vor, dass man an jeder Ecke angequatscht wird. Dieses Risiko gingen wir ein und hielten ein Taxi an.

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Der Taxifahrer rauchte und fuhr mit durchgedrücktem Gaspedal los. Wer einmal richtig Spaß haben will, sollte unbedingt eine Taxifahrt in Ägypten machen. Verkehrsvorschriften gibt es hier nicht, wer hupt, der gewinnt. Auf dem Markt angekommen, mussten wir unser Rückfahrtticket noch in einem der Läden holen. Der nette Parfumverkäufer drehte uns einen Tee an und lud uns in seinen Laden ein. Er erklärte uns, dass er in seiner Fabrik jegliche Parfums herstellt, dafür aber keinen Alkohol verwendet. Und tatsächlich, er konnte jegliche uns Bekannten teuren Parfums anbieten. Sie rochen genau wie das Original.

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Aber auch die Preise haben sich gesalzen. Mohammed erzählte uns, dass er mal in Deutschland bei Opel gearbeitet hat und dann zurück nach Ägypten gegangen ist. Sein Deutsch war nicht perfekt, aber immerhin konnte er sich sehr gut verständigen. Auch in russisch, wie sich herausstellte, als eine russische Familie Interesse an einem kitschigen Katzenbild zeigte. Er sprang auf und kam direkt ins Gespräch. Seine Angestellten sprangen wild umher und organisierten immer mehr Katzenbilder. Wir verabschiedeten uns für den Moment und machten uns auf den Weg auf den Markt. Er warnte uns noch vor den Ägyptern mit den Kamelen. Diese bieten den Touristen ein Foto auf dem Kamel für einen Dollar an und dann laufen sie los und plötzlich hat man einen Kamelritt für 50 Euro auf der Uhr.

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Ein Gang über den Old Market ist tatsächlich sehr anstrengend. Von jeder Seite aus wird man angesprochen. Was uns in dem Fall sehr geholfen hat, war das einfache Wortpaar „Laa Shukran“ ( Nein, danke). Sobald man diese Zauberworte ausgesprochen hat, wurde man in der Regel auch in Ruhe gelassen. Auf dem Markt bekam man alles was das Herz begehrt, Schmuck, T-Shirts, Tauchequipment und Gewürze. Auch viele gefälschte Sachen werden einem dort angeboten. In einem Laden versuchte uns der Besitzer klar zu machen, dass es sich zwar nicht um Originale Shirts handelt, aber es ja Shirts sind, die in seiner Fabrik hergestellt werden, sodass sie vom Zoll auch nicht weggenommen werden können. Er konnte nicht verstehen, dass es nicht erlaubt ist, Shirts zu fälschen. Zudem kostete eines seiner Shirts 40 Euro, denn es ist ja gute Ägyptische Baumwolle. Ich musste grinsen. Ich erklärte ihm, dass ein Original fast genauso viel kostet und wir keinesfalls gefälschte Ware kaufen und mit nach Deutschland nehmen. Irgendwann gab er dann auf.

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Ein besonders Augenmerk, sollte man auf die Bauweise der Ägypter legen. Ein Gerüst aus Holz, das kannte ich so bislang nur aus Thailand. Mit Sicherheitsmaßnahmen, haben die Ägypter anscheinend nichts am Hut. Nach zwei Stunden hatten wir genug von dem Ganzen und gingen zurück in den Parfumladen. Ich habe mich in ein Parfum verliebt, dass es nur in Ägypten gibt und dieses wollte ich mitnehmen. 20 Euro kostet die Flasche. Mohammed machte uns klar, dass man bei ihm nicht handeln könne. Ich war geschockt. So viel für so eine kleine Flasche? No way. Ich war schon mit beiden Beinen aus dem Laden, als er uns hinterher rief. Wir einigten uns dann auf 10 Euro für die größere Flasche, was vermutlich noch immer zu viel war, aber ich war in dem Moment zufrieden. Das zum Thema, ich handele nicht. Wir fielen todmüde ins Bett.

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Da wir aus vielerlei Gründen mit der Tauchschule nicht zufrieden waren, wechselten wir dann kurzfristig zu Werner Lau. Ein guter Wechsel, denn hier wurden wir gleich ganz freundlich empfangen. Wir machten mehrere Tauchausflüge am Hausriff, da der Hafen auf Grund des Sandsturms geschlossen war. Dies tat dem ganzen keinen Abriss, da wir wunderschöne Fische zu Gesicht bekamen.

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Wir entschlossen uns auf Grund des geschlossenen Hafens dafür, am vorletzten Tag unseres Urlaubs einen Trip nach Dahab zum Tauchen zu buchen. In Dahab gibt es nämlich den gefährlichsten Tauchplatz auf der Welt das „Blue Hole“. Dort sind seit 1997 ca. 130 Taucher gestorben. Da Dahab ca. 100 km von Sharm el Sheikh entfernt liegt, kann man dort nur mit dem Auto/Bus hin fahren. Dazu mussten wir auf Grund der Reisewarnungen einen extra Schriftstück unterschreiben, dass wir uns der Gefahren bewusst sind. Das waren wir wohl auch. Was wir in Dahab erlebt haben, könnt Ihr in meinem nächsten Beitrag lesen.

Am letzten Tag schauten wir uns Na´am Bay dann noch an. Die Einkaufsstraße wirkte im Hellen ziemlich trostlos und verlassen. Wenig einladend, dachte ich.

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Diese Einkaufsstraße ist tagsüber wie ausgestorben. Abends tummeln sich hier die Touristen. Ich war nach dem vorherigen Abend froh, dass wir den Trip über diese Einkaufsstraße tagsüber gemacht haben. Man wurde von niemandem angesprochen und keiner hat einem etwas andrehen wollen. Hier in Na´ama Bay gibt es sogar ein Hard Rock Café. Dennoch wirkt alles ziemlich abgeranzt und dreckig. Am nächsten Tag ging es dann wieder in Richtung Deutschland. Es war ein schöner Tauchurlaub, wenn auch der All inclusive Flair etwas unsexy ist. Dennoch haben wir viel erlebt und gesehen.

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