Kreta-Rentnerpartyinsel zum Abgewöhnen

Kreta-Rentnerpartyinsel zum Abgewöhnen

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Es wird langsam kälter, der Herbst meldet sich an und die ersten Blätter fallen. Die Rede ist vom September. Ein perfekter Monat, um nochmal kurz in die Sonne zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen. Da wir schon viel gesehen haben, entschieden wir uns spontan für Griechenland.
Kreta sollte die Insel unseres Glücks werden, insbesondere die kleine Hafenstadt Rethymnon, die im Norden der griechischen Insel Kreta liegt. Schnell waren wir uns einig, welches Hotel es werden sollte. Das Odyssia Beach Hotel sollte für 9 Tage unser „neues“ zu Hause werden. Mit Halbpension zahlten wir gemeinsam 1038 Euro. Geld das man sich besser hätte gespart, aber ich fang mal ganz von vorne an.

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Ganz früh ging es von Düsseldorf nach Heraklion. Weiche Sonnenstrahlen wärmten mein Gesicht als ich das Flugzeug verließ. Ein Glücksgefühl stellte sich ein und ich stieg freudig in den Transferbus. Das hat schon mal alles geklappt. Nach einer Fahrt im klimatisierten Bus kamen wir endlich im Hotel an. Der Empfang war wenig herzlich und nach kurzem Geplänkel bekamen wir auch sogleich den Zimmerschlüssel. Das Zimmer war mit schickem Schimmel und Kalk ausgestattet und hatte keine funktionierende Klimaanlage und auch sonst nicht viel zu bieten. Ah doch, die Haare der Putzfrau zierten unser Bettlaken. Ein super Start in den Urlaub. Mein erster Gedanke war, dass ich dringend an die frische Luft muss. Gesagt, getan.

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Wir starteten unseren Weg nach Rethymnon. Zu Fuß kann man ganz nett am Meer entlang gehen und ist dann nach 3,1 km in dem netten kleinen Städtchen. Der Weg bis dorthin ist gesäumt von Restaurants aus denen die typische „ Mallorcaichbinbesoffen“ Partymucke schallt und in denen Rentner schon vor 10 Uhr ihr erstes Bier runterkippen. Sehr sympathisch. In Rethymnon selber kann man viel entdecken. Kleine Gassen mit Blumenranken, ein Markt mit frischem Gemüse und eine wundervolle Bäckerei, die ganz tolle Drachengebäcke herstellt haben mich schon fasziniert. Allerdings sind in diesem Örtchen auch sehr viele Touristen unterwegs.

 

 

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Das allerbeste Essen nahmen wir im Avli zu uns . Als wir dort am Abend ankamen, mussten wir auf Grund der vielen Gäste einen wenig warten. Das hat sich aber dann auch mehr als ausgezahlt. Der leckere Wein, die Tapas zum Anfang und ein wundervolles Hauptgericht rundeten den Abend ab. Die Atmosphäre dort war auch richtig schön. Solltet Ihr jemals das Hafenstädtchen besuchen, dann stattet dem Restaurant unbedingt einen Besuch ab. Ihr fragt Euch bestimmt, warum ich essen gegangen bin, wenn das Hotel doch eigentlich Halbpension hatte. Tja die Frage ist schnell beantwortet. Das Essen war leider Gottes richtig schlecht.

 

 

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Von Rethymnon starteten wir eine Bustour mit dem „Hop on- Hop off“ Bus. Nach etwa 4 km kamen wir an der Haltestelle Myli an. Die Myli-Schlucht lag direkt vor uns und wir starteten eine Wanderung durch die Schlucht. Ein einziges Restaurant (Taverna Myli)  lag auf dem Weg. Dort wollte ich unbedingt den Griechischen Quark mit Honig probieren. Ein Meisterstück. Da es sehr heiß war, blieben wir dort ein wenig länger sitzen und ruhten uns aus. Dabei konnte ich beobachten, dass ein Lastenzug über die Schlucht führte, durch dass das Restaurant seine Lebensmittel geliefert bekam. Der Wanderweg war sehr schön. Trotz der Hitze konnte man es gut aushalten, da Bäume den Weg säumten.

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Einen weiteren Ausflug machten wir nach Chania.
Die zweitgrößte Siedlung auf der Insel ist bekannt für ihre Lederwaren. Ein Paradies für Shoppingfreunde. In einem Taschenladen fand ich gleich zwei schöne Ledertaschen, die ich für einen Preis von jeweils ca. 20 Euro kaufte. Nach einem kurzen Schnack mit dem Besitzer erstand mein Freund noch einen Lederrucksack für 90 Euro. Ein Mitbringsel, von dem man sicher ein Leben lang etwas hat. Chania erinnerte mich auf den ersten Blick ein wenig an Venedig. Vor allem die Promenade mit den netten überteuerten Cafés direkt am Meer versprühten ihren Charme. Chania ist auf jeden Fall sehenswert und einen Ausflug wert.
Da wir uns möglichst wenig im Hotel aufhalten wollten, buchten wir dann noch zwei Tagestouren.

 

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Die eine Tour führte uns in die Samaria-Schlucht.
Der Weg dorthin war sehr unterhaltsam. Wir teilten den Doppeldeckerbus mit rüstigen aufmüpfigen Rentnern, die ihre nicht reservierten Busplätze lauthals wie Rohrspatzen verteidigten. Aber der Klügere gibt ja bekanntlich nach. Nach einer kurzen Diskussionsrunde, die mich direkt erahnen ließ, dass der eine Rentner Lehrer sein musste, war ich auf 180. Aber zur Vermeidung eines Herzinfarktes, gab ich nach. Kurze Zeit später starteten wir die 17 km lange Wanderung mit 1200 Metern Höhenunterschied in die Samaria-Schlucht. Wichtig sind hier ein festes Schuhwerk, Wasser, sowie einen kleinen Snack. Auf dem Weg nach unten begegneten wir wiedermal netten Rentnern, die vollstens motiviert aber trödelnd einen Fuß vor den Anderen setzen. Bei der Überholung genau dieser Spezies wurden wir wild beschimpft. „Arschloch“ war noch harmlos. Der Weg nach unten war dann aber schön entspannt. Die 17 km brachten wir schnell hinter uns und genehmigten uns am Ende der Wanderung einen wundervoll frischen, direkt vor unseren Augen gepressten, Orangensaft. Da wir noch 2 Std. bis zur Abfahrt hatten, bewegten wir uns dann Richtung Meer. Ein nettes Strandrestaurant kam uns gerade richtig. Wandern macht hungrig und deshalb bestellten wir uns etwas zu essen. Das Essen war verbrannt und die Reklamation interessierte niemanden. Das Personal war sehr unfreundlich. Da wir eine große Flasche Wasser bestellt haben und gerne noch unsere Füße ins Meer stecken wollten, machten wir uns auf den Weg zu den Strandstühlen des Restaurants. Die Flasche nahmen wir mit. Ich legte natürlich direkt auch einen Liegestuhlstunt hin und klappte mit besagtem Stuhl zusammen. Sehr schön. Die Kellnerin kam dann nach kurzer Verschnaufpause zu uns und machte uns darauf aufmerksam, dass wir, wenn wir nicht noch was bestellen gehen müssen. Hä? Moment. Wir haben gerade gegessen, vor uns steht noch eine Flasche Wasser und wir sollen noch was bestellen? Dass die Flasche aus dem selbigen Restaurant war, interessierte die dunkelhaarige Griechin überhaupt nicht. Wir wurden aufgefordert die Liegestühle zu verlassen. Ach Mensch ist Griechenland toll. Dann gings irgendwann endlich zurück in unser wundervolles Hotel.

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Ein weiterer Tagesausflug brachte uns zu verschiedenen Stränden. Unser Guide, ein übermotivierter und selten den Schnabel haltender Deutscher, war voll in seinem Element. Er erzählte alles auf Deutsch, dann auf Englisch und zur Sicherheit auch nochmal auf Deutsch. Ich glaube er hat die komplette Busfahrt nicht einmal Luft geholt. Wahrscheinlich hatte er eine Atemmaske in einem der Busfächer versteckt. Einer der angefahrenen Strände war Preveli. Preveli ist einer der bekanntesten Strände, den die Insel zu bieten hat. Nach ca. 40 km kamen wir dort mit brenndenden Ohren an. Dort gab es ganz viele Palmen und man fühlte sich wie im Paradies. Ich war froh, als wir „Peter“ den Guide endlich mal für ein paar Stunden los waren. Wir erkundeten den Strand und relaxten ein wenig. Man muss allerdings sagen, dass dort natürlich auch viele Touristen waren, aber das bleibt ja auch nicht aus. Als es weiter gehen sollte, streikte unser Bus. Jippi….Ein getunter tiefer gelegter Flitzer kam nach 1,5 Std. an und brachte dem Busfahrer eine neue Batterie. Nach 3 Stunden ging es dann endlich weiter. Die Strände, die wir uns angeschaut haben waren echt schön, aber diese geführten Touren sind einfach nichts für Backpacker. Ein Mietwagen wäre für eine Woche einfach zu teuer gewesen.

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Kreta (24 von 50)Einen Ausflug machten wir dann noch nach Iraklio (Heraklion) der größten Stadt der Insel. Dort gab es nette Geschäfte und Gassen zum flanieren. Ich entdeckte einen Laden der Ketten und Armbänder aus Segeltau herstellt. Mehr gibt es zu dieser Stadt aber auch nicht zu sagen. Alles in allem gibt es sicher schöne Ecken in Griechenland und auch das Essen ist wunderbar, aber für uns war Griechenland leider nichts und wird auch zukünftig nicht mehr auf dem Reiseplan stehen.

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